Samstag, 17. März 2007

In Herzensfragen: Takahashi

Image Hosted by ImageShack.us Titel: Maison Ikkoku (めぞん一刻)

Medium: Manga, 10 Bände

Mangaka: Rumiko Takahashi

Version: deutsch von EMA

erschienen: Japan 1980 - 1987, Dt 2003 - 2004

Genre: Love-Comedy

Yusaku Godai hat es nicht leicht. Eigentlich stehen die so wichtigen Aufnahmeprüfungen für die Uni an, doch im Wohnhaus Ikkoku findet er keine zwei Minuten Ruhe vor den anderen Mietern. Ein mysteriöser Spanner und Zechpreller namens Yotsuya, die Sake-liebende Tratschtante Frau Ichinose und Akemi Roppongi, die völlig schamlos halb nackt durchs Haus flaniert. Eigentlich will er mal wieder flüchten, als plötzlich die bildhübsche neue Hausmeisterin Kyoko vor der Tür steht. Natürlich verliebt sich Godai recht schnell in seinen einzigen Lichtblick im Chaos zwischen Ikkoku und den Herausforderungen seines Lebens. Und auch die junge Hausmeisterin empfindet nicht nur freundschaftliche Gefühle für Godai.

Doch es wäre keine echte Lovecomedy (mit einer Gesamtlänge von über 3000 Seiten) wenn sich dem potenziellen Traumpaar nicht allerlei Widrigkeiten stellen würden. So wird schnell klar, dass Kyoko bereits Witwe ist und ihrem früheren Mann Sôichiro nachtrauert. Bald bekommt Godai zudem einen Rivalen in Mitaka, einem Tenniscoach der ebenfalls um das Herz von Kyoko wirbt. Und als wäre das nicht genug, hat auch Godai selbst mit der jungen Kozue-chan eine Verehrerin. Setzt man jetzt noch allerlei Missverständnisse und die nie unbeteiligten Mieter obendrauf, steht einer turbulenten und vor allem witzigen Entwicklung der Romanze nichts mehr im Wege.

Erfreulich ist auch, dass in Maison Ikkoku keine statischen Klischeerollen verteilt werden wie man sie aus vielen Mangas der Love-Comedy-Richtung kennt. Jeder der Mieter und Nebenfiguren, und seien sie teils noch so gemein, hat mehr Seiten zu bieten als nur die Erfüllung ihrer Aufgabe. Etwa Frau Ichinose, deren loses Mundwerk mehr als einmal zu fatalen Missverständnissen führt, aber auch die sture Hausmeisterin und den wenig zielgerichteten Godai auf den rechten Weg schubst. Die Entwicklung der Liebe zwischen den beiden Protagonisten ist langsam, aber schön anzusehen und gerade zum Ende hin richtig ergreifend. Die lustigen Elemente kommen nie in Form von übertriebenen Slapstickeinlagen, sondern eher durch das haarsträubende Pech Godais oder seine zahlreichen Tagträume.

Dass Maison Ikkoku einer der früheren Mangas von Takahashi ist, sieht man vor allem an den ersten Bänden. Allerdings entwickelt sich die Qualität der Zeichnungen sehr schnell und der 80er-Stil hat definitiv eine schöne, warme Atmosphäre. Da sehr viel gesprochen wird enthalten die Seiten meist viele Panels und einige Aktionen werden fast symbolhaft dargestellt. So sieht man die Hausmeisterin ständig den Weg vor dem Haus kehren und bei jeder der zahlreichen Feiern, die entgegen Godais Willen meist in seinem Zimmer stattfinden, tanzt Frau Ichinose immer mit zwei Fächern. Kein Manga den man der schönen Zeichnungen wegen liest also. Aber einer, der beiden Elementen der Wortschöpfung "Love-Comedy" zu 100% gerecht wird und definitiv zu den besten des Genres gehört.

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Zuletzt aktualisiert: 5. Sep, 12:45

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